Jedes Jahr stehen wir vor derselben Frage: Wie wollen wir den Silvesterabend verbringen? Ein Abend zu Hause oder bei Freunden verläuft meist nach dem gleichen Muster: gemütlich Fondue essen, etwas trinken und gegen 23 Uhr auf der Couch einschlafen.
Silvesterbälle sind in unserer Gegend inzwischen selten geworden. Deshalb beschlossen wir, gemeinsam mit unserer Tochter Diana und unserem Enkel Maximilian den Jahreswechsel einmal anders zu verbringen. Unsere Wahl fiel auf Berchtesgaden, wo wir eine Woche im Hotel Bergheimat gebucht hatten. Laut Beschreibung schien das Hotel genau unseren Vorstellungen zu entsprechen: Frühstück und Abendessen wurden im Haus angeboten, der Königssee lag ganz in der Nähe und im Winter sollte dort normalerweise ausreichend Schnee liegen. Ideale Voraussetzungen für einen schönen Winterurlaub.
Da uns besonders der Silvesterabend wichtig war, fragten wir vor der Buchung noch einmal telefonisch nach. Man versicherte uns, dass es am Silvesterabend ein entsprechendes Programm geben würde. Damit schien alles perfekt zu sein und wir freuten uns auf entspannte und zugleich festliche Tage in den Bergen.
Die Realität sah allerdings etwas anders aus. Zunächst einmal muss man sagen, dass das Hotel selbst wirklich sehr schön und gepflegt war, sowohl von außen als auch im Innenbereich. Auch das Frühstück und das Abendessen ließen keine Wünsche offen und waren durchweg sehr gut.
Das eigentliche Problem begann jedoch jeden Abend nach dem Essen. Es gab im gesamten Hotel praktisch keine Möglichkeit, sich gemütlich zusammenzusetzen und den Abend ausklingen zu lassen. Die einzige Gelegenheit bot der Bereich an der Rezeption, wo lediglich vier Tische zur Verfügung standen. Diese waren natürlich schnell besetzt, sodass man oft keinen Platz mehr bekam.
Besonders enttäuschend war schließlich der Silvesterabend selbst. Zwar wurde ein gutes und festliches Menü serviert, doch danach war der Abend praktisch beendet. Von dem angekündigten „Silvesterprogramm“ war nichts zu sehen. Keine Musik, keine Unterhaltung, keine besondere Atmosphäre, einfach nichts. Am Ende blieb das Gefühl, dass unsere Erwartungen geweckt worden waren, die dann leider nicht erfüllt wurden.
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Gleich am ersten Tag fuhren wir nach Berchtesgaden. Bei einem geführten Stadtrundgang erhielten wir einen ersten Eindruck von dem malerischen, schneebedeckten Städtchen. Am Abend besuchten wir das Bauerntheater, für das wir bereits Karten reserviert hatten.
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Am nächsten Tag besuchten wir das Dokumentationszentrum Obersalzberg, das sich am Standort des ehemaligen Führerhauptquartiers befindet. Der Obersalzberg ist zugleich faszinierend und bedrückend, denn seine Geschichte ist eng mit der Zeit des Nationalsozialismus verbunden. Bereits ab 1923 verbrachte Hitler hier regelmäßig seine Ferien, bevor er 1928 das Landhaus „Haus Wachenfeld“ anmietete. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurde der gesamte Berghang systematisch zum zweiten Regierungssitz des Deutschen Reiches ausgebaut. Zu den eindrucksvollsten Teilen des Besuchs gehört das teilweise zugängliche historische Bunkersystem. Ab 1943 ließen die Nationalsozialisten durch Zwangsarbeiter ein rund sechs Kilometer langes Tunnelsystem mit 107 Räumen in den Berg treiben. Es sollte im Ernstfall bis zu 3.000 Menschen Schutz bieten.
Leider waren in der Ausstellung weder Fotografieren noch Filmen erlaubt 😉.
Wie in jedem Jahr besuchten wir auch diesmal wieder Salzburg. Da wir von unseren bisherigen Besuchen bereits zahlreiche Fotos aus allen Jahreszeiten besitzen, habe ich diesmal nur einige Aufnahmen im Mozarthaus gemacht, das wir ebenfalls wieder einmal besichtigten.
Ein Besuch des Salzbergwerks Berchtesgaden durfte natürlich nicht fehlen. Mit der Grubenbahn ging es tief ins Innere des Berges. Am Ende des Stollens eröffnete sich der Blick auf das beeindruckende Kaiser-Franz-Sinkwerk, das vor mehr als 150 Jahren noch bis zur Decke mit Quellwasser gefüllt war.
Anschließend sausten wir über die erste spektakuläre Holzrutsche viele Meter in die Tiefe. Im Magischen Salzraum erwarteten uns sphärische Klänge, faszinierende Lichtspiele und eine geheimnisvolle Atmosphäre. In 130 Metern Tiefe breitete sich schließlich der Spiegelsee vor uns aus. Mit einem Floß überquerten wir den unterirdischen See und genossen das eindrucksvolle Zusammenspiel aus Lichtreflexen und glitzernden Salzkristallen.
Leider waren auch im Salzbergwerk das Fotografieren und Filmen nicht gestattet. Selbstverständlich haben wir uns auch hier strikt an die Vorschriften gehalten 😉.
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Für jeden Besucher von Berchtesgaden gehört ein Ausflug zum Königssee mit seinem berühmten Echo eigentlich zum Pflichtprogramm. In der Nacht hatte es kräftig geschneit, und so machten wir uns am nächsten Tag bei dichtem Schneetreiben zu Fuß auf den Weg zum See.
Von dort aus fuhren wir mit dem Boot zur Wallfahrtskirche St. Bartholomä. Unterwegs legte der Bootsführer einen kurzen Stopp ein und demonstrierte mit seiner Trompete das legendäre Königssee-Echo. Die mehrfach von den steilen Felswänden zurückgeworfenen Töne sorgten für ein beeindruckendes Erlebnis.
Die Kirche selbst ist zwar eher schlicht, doch ihre Lage auf der Halbinsel vor der imposanten Bergkulisse macht St. Bartholomä zu einem ganz besonderen Ort.
Den Abschluss unseres Urlaubs bildete eine gemütliche Fahrt mit dem Pferdeschlitten durch die zauberhafte Winterlandschaft. Während die Pferde ruhig durch den Schnee trabten, konnten wir die verschneite Natur noch einmal in aller Ruhe genießen.
































